|
|
|
|
© in 1999 by Reichl IT Services, Germany. Last modifikation: 04.03.99 |
|
Projektmanagement
|
Nach der genauen Analyse von Bedürfnissen und schon vorhandenen Komponenten ist der nächste Schritt die Erstellung eines zwar verbindlichen, aber dennoch dynamisch fortzuschreibenden Projektplans. Dieser schafft zunächst die Grundlagen für die weitere Vorgehensweise: Die Festsetzung von Terminologie, Spezifikation des Fachkonzepts, Richtlinien (z.B. Qualitätssicherungsmaßnahmen oder Implementierungskonventionen) und Rahmenbedingungen wie etwa der zeitliche Rahmen oder die Synchronisierung mit parallel ablaufenden Projekten stehen am Anfang, gefolgt von der Definition von Projektphasen, der Festsetzung von Meilensteinen und Terminen. Erst dann wird auch die Realisierungsmethodik festgelegt: Aktivitäten, anzuwendende Methoden und Werkzeuge, Systemarchitektur und Algorithmen.
Nach der Festlegung einer ersten Version des Projektplans beginnt die Umsetzung des Fachkonzepts in ein DV-Konzept, das klärt, wie die Objekte in der zu erstellenden Software und den Datenbanken repräsentiert werden und wie die Interaktion der Komponenten verläuft. Das Design der grafischen Benutzerschnittstelle (GUI) kann durch Erstellung eines Prototypen (wir bezeichnen den als "GUI-Preview") vom Kunden begutachtet werden. Weitere Kontrollmöglichkeiten ergeben sich im Verlauf der Implementierung: Hier können die einzelnen Module oft isoliert betrachtet und getestet werden.
Durch fortlaufende Abstimmung mit dem Kunden geht man sicher, dessen und nicht irgendein Projekt zu realisieren. Häufig erkennt der Kunde den Bedarf für manche Funktionalität oder Erweiterung erst im Laufe der Entwicklung ("wenn das so einfach funktioniert, dann könnten wir doch auch gleich...") - und hier beginnt die Gradwanderung, zwar dynamisch sinnvolle Anpassungen und Erweiterungen vorzunehmen, jedoch nicht die Einhaltung des Projektplans zu gefährden.